Diese Schule bietet als gewerbliche Schule einen guten Überblick über die aktuellen Herausforderungen und Angebote, weil Handwerk und Sozialberufe unter einem Dach vereint sind. „Die Bildung von Kompetenzzentren ist für die Zukunft unerlässlich, um eine Ausstattung zu ermöglichen, die eine bestmögliche Ausbildung gewährleistet. Die Praxis birgt allerdings viele Probleme, so dass es unerlässlich ist, alle Beteiligten auf diesem Weg mitzunehmen“, so Karin Bechtold, SPD-Mitglied im bildungspolitischen Ausschuss des Kreistages. „Es ist wichtig, nicht nur den finanziellen Nutzen zu betrachten. Ebenso wichtig ist es, dass die Zusammensetzung der Berufsbilder an einer Schule so gewählt ist, dass sich sinnvolle und fächerübergreifende Zusammenarbeit ergibt, die für die Schüler von größtem Nutzen sind.“
Die SPD-Kreistagsfraktion sieht deshalb jetzt den Zeitpunkt für grundsätzliche Weichenstellungen gekommen. „Ein Berufsschulentwicklungsplan, der klare Linien für die nächsten Jahre aufzeigt, ist jetzt dringend von Nöten. Nur punktuelle Fortschreibungen für einzelne Ausbildungsberufe vorzulegen, wie dies in den vergangenen Jahren getan wurde, ist nicht ausreichend“, sieht auch Dr. Hans-Jochen Schild, SPD-Mitglied im Ausschuss für Bildungsfragen des Kreistages, dringenden Koordinierungsbedarf.
Ein für die Eugen-Kaiser-Schule zentrales Thema, ist in diesem Zusammenhang die Frage, wie der Nachfrage an ausgebildeten Fachkräften im Bereich der Kinderbetreuung begegnet werden kann. Als gewerbliche Schule mit sozialpädagogischem Schwerpunkt, ist sie für den Main-Kinzig-Kreis in diesem Punkt äußerst wichtig. „Die Vorgaben des Gesetzgebers, dass bis 2013 für 35 Prozent der Kinder unter 3 Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung stehen müssen, bedeutet gleichzeitig, dass auch entsprechend mehr Erzieherinnen ausgebildet und eingestellt werden müssen“, weist Uta Böckel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, auf die aktuell übergroße Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt für Erzieherinnen hin. „Diese Nachfrage wird in den kommenden Jahren tendenziell erst einmal weiter ansteigen und sich dann auf einem höheren Niveau einpendeln. Bisher findet das Thema aber kaum Berücksichtigung in der Schulentwicklungsplanung des Kreises. Hier muss zügig aufgearbeitet werden“, so Uta Böckel. Da die Ausbildung der Erzieherinnen in der Regel fünf Ausbildungsjahre umfasst, sind hier zügig Konzepte vorzulegen.
Die SPD-Kreistagsfraktion wird die Entwicklung im Berufsschulsektor weiterhin begleiten und auf eine koordinierte und sachgerechte Berufsschulentwicklungsplanung drängen. „Die Schulen benötigen langfristige Planungssicherheit mit finanzieller Zuverlässigkeit. Die Auszubildenden brauchen eine gute und sinnvoll strukturierte, umfassende Ausbildung“, fasst Uta Böckel zum Schluss noch einmal die Ziele für die politische Arbeit zusammen.









